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09.08.2013

KTI am Puls der Unternehmen – Tätigkeitsbericht 2012

Die Kommission für Technologie und Innovation KTI ist eine Organisation des Bundes zur Förderung der Innovation in der Schweiz. Im Jahr 2012 hat sie Fördergelder in Höhe von 137 Mio. Franken an über 450 Projekte vergeben. Dies und einiges mehr verrät der neu herausgekommene Tätigkeitsbericht. So auch die Massnahmen, die den interessierten Unternehmen helfen, an Fördergelder zu kommen

Im Jahr 2012 sind knapp 900 Gesuche bei der KTI eingereicht worden. Allerdings funktioniert die KTI nicht nach dem Giesskannenprinzip. Vielmehr prüft sie die Gesuche genau, um den Spreu vom Weizen zu trennen. Dies veranschaulicht die Tatsache, dass nur 47 % der Gesuche auch eine Förderung erhielten.

Mit welchen Institutionen arbeiten die Gesuchsteller am häufigsten zusammen? Knapp die Hälfte der Projekte (48%) wurde mit Fachhochschulen durchgeführt. Danach folgt die ETH mit rund einem Drittel (32%) der Kooperationen. Die Universitäten, die bekanntlich nicht hauptsächlich auf technische Wissenschaften ausgerichtet sind, folgen mit immerhin 15% der Forschungsgelder auf dem dritten Platz.

Diese Statistik zeigt, bei welchen Forschungsinstitutionen man als Unternehmen am ehesten fündig wird bei der Suche nach einem wissenschaftlichen Partner. Allerdings ist es keineswegs zwingend, dass man selbst die massgebliche Forschungsgruppe findet in dem doch recht weitläufigen Forschungsbereich. Seit 2013 hat die KTI acht Innovationsmentoren, die den interessierten Unternehmen helfen, den passenden Partner zu finden. Zudem fördert die KTI sogenannte thematische Netzwerke. Im Jahr 2012 waren es acht: Carbon Composites Schweiz, Inartis, Innovative Oberflächen, Swiss Biotech, Swiss Food Research, Swiss Wood Innovation Network, Swissphotonics und Verein Netzwerk Logistik.

Wohin sind die Gelder gegangen?

Weitaus der höchste Anteil (34%) der Förderung ging in die Ingenieurwissenschaften. Darunter fallen zum Beispiel Mechanik, Produktionstechnologie, Materialtechnik und Umwelttechnik.

Der zweitgrösste Bereich ist mit „Enabling Science“ umschrieben. Sein Kern ist die Informationstechnologie (18 %) arrondiert mit einigen nicht-technischen Themen wie Geschäftsführung, Finanzen, Public Management und anderen.

Erst an dritter Stelle, nämlich mit ca. 23%, folgt der Bereich Life Science. Dieser deckt die Gebiete Medtech, Biotech, Foodtech und Agrotech ab.

Dass die Gelder nicht einfach ausgegeben werden, sondern auch eine wirtschaftliche Entwicklung entfalten, zeigen die beispielhaften Erfolgsgeschichten. So hat z.B. die Firma u-blox AG, welche GPS-Module produziert, zusammen mit dem CSEM in Neuchâtel einen neuen sparsamen GPS Prozessor entwickeln können, an dem sie alle Rechte besitzt.